Die neue Freifunk-Karte (beta)

Eine neue Karte für die Freifunk-Router im Neanderfunk: neander.map.freifunk.space. Sie ist noch im Beta-Betrieb, und wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die bisherige Karte unter map.eulenfunk.de läuft mit HopGlass, Stand 2020, und ist inzwischen angestaubt. Die neue baut auf meshviewer auf, einer Kartensoftware, die bei Freifunk weit verbreitet ist und weiterentwickelt wird.

Ausschnitt der Freifunk-Karte neander.map.freifunk.space in heller Darstellung. Zu sehen ist das Gebiet von Duisburg und Essen im Norden über Düsseldorf und Neuss im Westen, Wuppertal, Solingen und Remscheid in der Mitte bis Köln und Bergisch Gladbach im Süden. Hunderte blaue Kreise markieren Freifunk-Knoten, besonders dicht um Düsseldorf, Solingen und Wuppertal, dazwischen einzelne grüne und rote Punkte; rot sind Knoten, die gerade offline sind. Oben rechts eine Leiste mit Symbolen für Lineal, Stecknadel, Standort, Vollbild, Ebenen und Hell-Dunkel-Umschaltung.
Ausschnitt der neuen Karte zwischen Düsseldorf, Wuppertal und Köln

Einen Knoten schnell finden

Oben in der Seitenleiste sitzt das Feld Knotenfilter. Ein Teil des Namens genügt, und Karte und Liste zeigen nur noch die passenden Knoten. Die alte Karte hatte gar kein Suchfeld.

Die Karte mit dem Suchbegriff „Schulstr“ im Feld Knotenfilter oben in der Seitenleiste. Der Reiter Knoten zeigt unter „Alle Knoten“ nur noch passende Einträge, darunter „FF-ME-MON-Alte Schulstr 23-3OG-23b5“ und „FF-ME-MON-Schulstr-2OG-2790“, jeweils mit Laufzeit, Zahl der Verbindungen und Nutzern. Rechts die Kartenansicht eines Straßenzugs, auf der nur der passende Knoten beschriftet ist.
Der Knotenfilter: Liste und Karte zeigen nur passende Knoten

Der Verlauf, direkt im Knotenfenster

Wer einen Knoten anklickt, sieht jetzt Diagramme: Nutzer, Datenverkehr, Airtime, Laufzeit und freien Speicher. Über die Leiste darüber lässt sich zwischen 24 Stunden, 7 Tagen, 30 Tagen und einem Jahr umschalten, und die Wahl bleibt beim nächsten Knoten erhalten.

Ausschnitt aus dem Knotenfenster: eine Leiste mit den Knöpfen 24 h, 7 Tage (ausgewählt), 30 Tage und 1 Jahr, darunter das Diagramm „Clients“ vom 23. bis 28. September. Meist sind zwei Nutzer verbunden, mit kurzen Spitzen bis vier.
Zeitraum umschalten, hier die Nutzer eines Knotens über 7 Tage

Airtime: wie voll ist der Funkkanal?

Die Zeile Airtime gab es schon auf der alten Karte, und sie bleibt, weil sie beim Aufstellen eines Knotens hilft. Der Balken zeigt je Funkband, wie viel Zeit der Kanal belegt war, die Zahl rechts ist der Anteil insgesamt.

Grün: Der Knoten hat empfangen. Orange: Er hat gesendet. Blau: Der Kanal war belegt, ohne dass der Knoten selbst gesendet oder etwas empfangen hat, das er verstehen konnte. Viel Blau heißt: Auf diesem Kanal ist viel los, was dem Knoten nichts nützt, etwa Störungen oder weit entfernte Funknetze. Ein anderer Kanal oder ein anderer Standort kann dann helfen.

Knotenfenster des Knotens „GrafAdolf73-Mesh-a4fc“, ein Cudy WR3000 v1 mit Firmware 26091920sta. Neben Status, Kontakt, Koordinaten, Modell und Laufzeit zeigt es die Systemlast und zwei Airtime-Balken: Kanal 9 mit 30 Prozent Belegung, überwiegend grün für Empfang und orange für Senden, und Kanal 44 mit 17 Prozent.
Airtime je Funkband: grün empfangen, orange gesendet, blau belegt ohne Nutzen

UniFi-Accesspoints auf der Karte

Jetzt stehen auch die UniFi-Accesspoints auf der Karte, die an Freifunk-Routern hängen, derzeit um die 500. Ihre Client-Geräte zählen jetzt einmal, beim Accesspoint. Vorher standen sie zusätzlich beim Router, damit hätte die Karte rund 1000 Geräte zu viel angezeigt, rund 4000 statt 3000.

Auf der Landkarte selbst erscheint ein Accesspoint erst, wenn im UniFi-Controller seine Koordinaten eingetragen sind, das sind bisher nur wenige. Wer Accesspoints betreut: Oben rechts auf der Karte öffnet das Stecknadel-Symbol den Koordinaten-Picker, der die Koordinaten in einer Zeile zum Kopieren anbietet. Wie es weitergeht, steht in der Anleitung.

Hinweis bei alten Routern

Router mit nur 4 MB Flash und 32 MB Arbeitsspeicher bekommen keine neuen Funktionen mehr. Die Karte sagt das jetzt deutlich: Oben im Knotenfenster steht ein roter Hinweis mit einem Link zur Router-Austauschaktion.

Knotenfenster eines TP-Link-Routers mit zwei Antennen, Name „FF-Marienheide-Buchhandlung-Junghoefer-01“. Darunter ein roter Kasten mit dem Text: „Dieses Gerät hat nur 4 MB Flash und 32 MB RAM. Es bekommt keine neuen Funktionen mehr und sollte ersetzt werden. Zur Router-Austauschaktion“, der letzte Teil als Link.
Der Hinweis bei Routern mit 4 MB Flash und 32 MB Arbeitsspeicher

Statistik für alle

Wer es genauer wissen will: Oben im Reiter Statistiken führt ein Link zur Gesamtsicht des Neanderfunks, mit Knoten, Nutzern und Datenverkehr über die Zeit. Sie ist ohne Anmeldung lesbar.

Grafana-Übersicht des Neanderfunks über sieben Tage. Oben große grüne Kennzahlen: 1029 Gluon-Knoten online, 42 Knoten offline in Schwarz, 545 UniFi-APs online, 6 Supernodes, 48 Gateway-Instanzen und 2752 Clients, darunter Download 1,07 Gb/s, Upload 104 Mb/s, Laufzeit im Mittel 4 Tage und höchste 5 Tage. Unten zwei Verlaufsdiagramme für Knoten und Clients; die Clientzahl schwankt im Tagesrhythmus zwischen etwa 2000 und 3300.
Die Gesamtsicht des Neanderfunks, hier über 7 Tage

Und sonst

Die Karte gibt es in sechs Sprachen, hell und dunkel, mit einem Lineal zum Entfernungsmessen und einem Knopf für den Vollbildmodus. Hinter jeder IP-Adresse eines Knotens sitzt ein Kopierknopf.

Noch beta

Noch ist nicht alles fertig: Die Tabellen unter den Diagrammen sind zum Beispiel noch englisch beschriftet. Was Euch auffällt, fehlt oder stört, schreibt uns an projekt@neanderfunk.de.