Die Kalkstadt Wülfrath ist das Herz des Neanderfunks: Hier steht unsere Werkstatt im WIR-Haus, hier hat der Förderverein seinen Sitz, und von hier aus werden Router für den ganzen Kreis vorbereitet. Kein Wunder, dass Wülfrath besonders gut vernetzt ist.

Wie es begann

2016 kam die Stadt Wülfrath mit einer Bitte auf uns zu: In den Unterkünften für Geflüchtete sollte es kostenloses WLAN geben. Dieser Herausforderung haben wir uns gern gestellt. Seit Sommer 2017 haben die Unterkünfte, die die Stadt für den Start ausgewählt hatte, Freifunk. Heute sind es vier, und für eine fünfte haben wir die Accesspoints schon vorbereitet.

Danach ging es in die Fußgängerzone. Dank der Unterstützung der lokalen Händler*innen ist sie ein gutes Stück attraktiver geworden: Wer bummelt, ist online.

Von den ersten Unterkünften bis in die Innenstadt, und immer weiter.

Wo Wülfrath funkt

Freifunk gibt es in Wülfrath unter anderem bei der Feuerwehr, in der Medienwelt, in der Kulturkirche und in der Turnhalle an der Fliethe.

Schon vor ein paar Jahren waren im Wülfrather Netz im Schnitt über 80 Menschen gleichzeitig online, an über 80 Zugängen, mit über 130 GB Daten am Tag.

Aus dem Blog: Die Wülfrather Gruppe versorgt seit 2017 einen Teil der Fußgängerzone, auf dem Dach des WIR-Hauses steht ein Empfänger für unsere Pegelsensoren, und in der Werkstatt gab es schon eine Router-Konfig-Party.

Mehr als ein WLAN

In Wülfrath zeigt sich, was Freifunk sein kann: nicht nur ein Hotspot hier und da, sondern ein Stück gemeinsamer Infrastruktur. Router, die sich gegenseitig verbinden, Menschen, die sie aufstellen und pflegen, und eine Werkstatt, in der Interessierte lernen, wie das alles funktioniert.

Und weil im WIR-Haus auch der Makespace des ideenWERK zu Hause ist, triffst du hier Leute, die nicht nur Router flashen, sondern auch 3D-drucken, löten, lasern und basteln. Wer einmal da war, kommt meistens wieder.

Was wir noch vorhaben

Wir stehen hinter der Vision der Freifunk-Bewegung. Konkret für Wülfrath: das Netz in der Fußgängerzone weiter ausbauen und möglichst viele öffentliche Gebäude mit freiem WLAN versorgen, also alle Orte, an denen Menschen zusammenkommen.

Lust mitzumachen? Komm in die Werkstatt, schau vorher in den Kalender, ob sie an dem Abend geöffnet ist. Alle Standorte zeigt die Freifunk-Karte für Wülfrath, die Firmware gibt es auf routersoftware.ffnef.de.

Ansprechpartner für Wülfrath

Jörg Kahm