Gluon 2025.1.3: neue Firmware für Freifunk-Router

Wir machen den Schritt zu Gluon 2025.1.3. Nach der Testversion von Anfang Oktober gibt es jetzt die stabile Fassung mit unseren Neanderfunk-Erweiterungen (26101610sta). Rund 50 Router laufen schon damit, von Hand aufgespielt, und wir schauen weiter genau hin. Bei Neuinstallationen bietet Euch der Firmware-Downloader sie bald als „stable“ an.

Per Auto-Update kommt sie in ein bis zwei Wochen auf Eure Router. Ihr müsst dafür nichts tun. Eure Einstellungen bleiben erhalten, auch der Name des Routers.

Was ist neu?

Neue WLAN-Treiber. Unter der Haube steckt ein neues OpenWrt mit aktuellen WLAN-Treibern. Bei vielen MediaTek-Routern bringt eine WLAN-Suche das Mesh nicht mehr aus dem Tritt. Wer einen Linksys EA8300 oder FRITZ!Repeater 3000 hat, kann jetzt auch das dritte Funkmodul nutzen, ein zweites für 5 GHz.

Ein verschlüsseltes Freifunk-WLAN. Router mit mehr als 64 MB Arbeitsspeicher senden zusätzlich das Netz „Freifunk verschluesselt“. Es braucht kein Passwort, die Verbindung zwischen Handy und Router ist aber verschlüsselt.

Mehr auf der Statusseite. Sie zeigt, über welches Gateway der Router ins Netz geht, und hat einen Dark Mode, wenn Euer Browser ihn anfordert. Bei neueren Routern seht Ihr für jeden Netzwerkanschluss Geschwindigkeit und Duplex-Modus. Temperaturen zeigt sie jetzt bei mehr Routern, auch die der Funkchips. Neu seit der Testversion: Die Seite ist kompakter geworden.

Anschlüsse einzeln einstellen. Bei neueren Routern lässt sich jeder Netzwerkanschluss einzeln einstellen, etwa einer für das Kabel zum Nachbarrouter und einer für einen Rechner oder Fernseher im Freifunk-Netz. Außerdem trennen sie die Anschlüsse jetzt sauber voneinander. Dadurch zeichnet die Karte keine Kabelverbindungen mehr, wo es gar kein direktes Kabel gibt. Das kam bisher bei den meisten Routern vor.

Ansicht des Meshviewers. Links die Daten des Knotens dias-m60-test2-b483, ein D-Link AQUILA PRO AI M60 A1 mit Firmware 26101610sta, online seit 7 Stunden, Auto-Update stable, Domain nef-21_dias, darunter die Liste seiner 13 Verbindungen zu anderen Knoten mit Verbindungsqualität zwischen 94 und 100 Prozent. Rechts der Graph unseres Testbeds: Knotenpunkte mit Namen wie dias-WR3000, dias-MR80X, dias-WR3600, dias-M60-test und dias-ERX-test, verbunden durch grüne Linien für WLAN und blaue Linien für Kabel.
Unser Testbed im Meshviewer: grün die Funkverbindungen, blau die Kabel. Kabelverbindungen erscheinen nur noch dort, wo wirklich ein Kabel liegt.

Sprechende Namen. Neu eingerichtete Router schlagen einen Namen wie VEL-WDR3600-1b8c vor statt einer langen Zahlenreihe. Bestehende Router behalten ihren Namen.

Für alle, die per SSH auf ihren Router gehen: Die eingebauten Befehle sind erweitert. Mit channel seht und setzt Ihr den Kanal je Band, auf Wunsch sucht er selbst einen freien. portrole legt die Rolle eines Anschlusses fest, offlinescan sucht nach Nachbarn. Die Begrüßung zeigt jetzt auch die Temperatur des Prozessors, bei mehr Routern als bisher auch die der Funkchips.

Die Einrichtung geht auch verschlüsselt. Im Einrichtungsmodus erreicht Ihr die Seite bei den meisten Routern auch per https://. Der Browser warnt dabei vor dem Zertifikat, das ist hier normal. Einfaches http:// funktioniert natürlich weiterhin.

Selbstprüfung. Die Funktionen, mit denen ein Router selbst Probleme erkennt, haben wir weiter verbessert. Er achtet auf Fehlermeldungen und ungewöhnliche Betriebszustände und startet im Zweifel lieber einmal mehr neu, als stundenlang mit halb defektem Freifunk weiterzulaufen. Hängt das Mesh, merkt er das jetzt schneller. Wegen einer falsch gehenden Uhr startet er dagegen nicht mehr neu.

Neu dabei

Mit 2025.1 kommen viele Router dazu, darunter GL.iNet GL-MT6000, ASUS RT-AX59U, TP-Link EAP613, Cudy WR3000P, WR3000U und AP3000 Wall, Zyxel NWA90AX und NWA90AX Pro, Cudy M3000 v2, D-Link M60 und Mercusys MR80X v3. Welche Firmware zu Eurem Router passt und wie Ihr sie zum ersten Mal aufspielt, steht auf routersoftware.ffnef.de, für viele Geräte inzwischen mit einer eigenen Anleitung.

Wer wechselt nicht automatisch?

Fast alle Router, die heute mit Freifunk laufen, wechseln von selbst, auch die, die länger offline waren. Ausnahmen:

  • Die veralteten Router mit 4 MB Flash und 32 MB Arbeitsspeicher bleiben natürlich weiter in unserer Sackgasse.
  • Den Ubiquiti EdgeRouter X holen wir in einem eigenen Schritt nach, über eine eigens gebaute Zwischenfirmware.

Alle Änderungen im Detail stehen in den Release Notes auf GitHub.

Danke

Danke an das Gluon-Team und an alle, die Gluon 2025.1 bis zum Service-Release 2025.1.3 mit Fehlerberichten und Verbesserungen weitergebracht haben. Und danke an alle bei uns, die die Testversion ausprobiert und uns geschrieben haben!

Rückmeldungen

Fällt Euch nach dem Update etwas auf, schreibt uns, am besten mit Routermodell und dem Namen des Knotens: