Gluon 2025.1 zum Ausprobieren: Testversion für Freifunk-Router

Ende September haben wir Gluon 2023.2.6 erfolgreich auf die Router gebracht, die letzte Version dieser Reihe. Inzwischen ist Gluon 2025.1 mit dem Wartungsrelease 2025.1.3 ausgereift genug, und wer mag, kann es jetzt schon ausprobieren: Wir haben eine Testversion mit unseren Neanderfunk-Erweiterungen gebaut (26100702bro). Rund 50 Router laufen schon seit einigen Tagen damit, bisher stabil. Sie kommt nicht von selbst auf Eure Router, das Auto-Update bleibt bei der aktuellen Version. Schreibt uns bitte, wenn Euch etwas auffällt. Die fertige Fassung folgt, wenn die Rückmeldungen gut aussehen.

Beim Update von der aktuellen Version 2023.2.6 bleiben Eure Einstellungen erhalten, auch der Name des Routers.

Was ist neu?

Stabileres WLAN. Unter der Haube steckt ein neues OpenWrt mit aktuellen WLAN-Treibern. Bei vielen MediaTek-Routern bringt eine WLAN-Suche das Mesh nicht mehr aus dem Tritt. Beim Archer C6 v2, C59 und C60 funktioniert 5 GHz. Wer einen Linksys EA8300 oder FRITZ!Repeater 3000 hat, kann jetzt auch das dritte Funkmodul nutzen, ein zweites für 5 GHz.

Ein verschlüsseltes Freifunk-WLAN. Router mit mehr als 64 MB Arbeitsspeicher senden zusätzlich das OWE-Netz „Freifunk verschluesselt“. Es braucht kein Passwort, die Verbindung zwischen Handy und Router ist aber verschlüsselt.

Sprechende Namen. Neu eingerichtete Router schlagen einen Namen wie VEL-WDR3600-1b8c vor, statt einer langen Zahlenreihe. Bestehende Router behalten ihren Namen.

Statusseite und Einrichtung. Die Statusseite zeigt, über welches Gateway der Router ins Netz geht, und hat einen echten Dark Mode, wenn Euer Browser ihn anfordert. Bei neueren Routern zeigt sie für jeden Netzwerkanschluss Geschwindigkeit und Duplex-Modus, und jeder Anschluss lässt sich jetzt einzeln einstellen, etwa einer für das Kabel zum Nachbarrouter und einer für einen Client wie einen Computer oder Fernseher. Und speichert niemand, beendet sich der Einrichtungsmodus nach 24 Stunden von selbst und speichert.

Statusseite eines Freifunk-Routers mit Gluon 2025.1 im dunklen Design. Links die Übersicht: Knotenname dias-M60-test-b48d, Modell D-Link M60 A1 (4 CPUs), 485 MiB RAM und 128 MiB Flash, Gluon-Version v2025.1.3, Firmware 26100702bro, Mesh-VPN tunneldigger aktiv, Site Freifunk im Neanderland Diaspora Domain 21, automatische Updates aktiviert (stable). Rechts Monitoring mit Laufzeit, Systemlast, Temperaturen, RAM- und Dateisystem-Belegung und dem Gateway kallisto; darunter die Funkmodule auf Kanal 13 und 128, jeweils mit den Netzen „Freifunk“ und „Freifunk verschluesselt“, die Rollen der Netzwerkanschlüsse (internet Uplink/VPN, lan1, lan2 und lan4 Mesh, lan3 Client) und der Datenverkehr. Kontakt und Position sind unkenntlich gemacht.
Die neue Statusseite im Dark Mode, hier auf einem D-Link M60

Monitoring und Selfchecks weiter verbessert. Die Selfchecks der letzten Version haben wir nachgeschärft. Sie starten den Router zum Beispiel nicht mehr wegen einer falsch gehenden Uhr neu.

Wir suchen Testende

Diese Router sind neu dabei und noch an keinem echten Gerät getestet. Wer eines davon hat, hilft uns mit einer kurzen Rückmeldung sehr:

  • GL.iNet GL-MT6000
  • ASUS RT-AX59U
  • TP-Link EAP613
  • Cudy WR3000P, WR3000U und AP3000 Wall
  • Zyxel NWA90AX und NWA90AX Pro
  • Cudy M3000 v2 mit Motorcomm-Netzwerkchip

Ebenfalls neu dabei ist der D-Link M60, auch aus dem Zweierpack. Den haben wir schon selbst an echten Geräten ausprobiert. Das erste Aufspielen hakt allerdings je nach Browser, eine Anleitung dazu folgt in einem eigenen Beitrag.
Besonders gefragt: Router mit zwei WLAN-Bändern und nur 64 MB Arbeitsspeicher, etwa der Netgear R6120 oder die TP-Link Archer C20i und C25. Bei ihnen ist der Speicher knapp. Die ersten laufen gut, wir möchten aber von möglichst vielen wissen, wie sie sich im Alltag schlagen.

Wie komme ich an die Testversion?

Die Images liegen unter firmware.ffnef.de/firmware/testing, für jede Domain in einem eigenen Ordner, etwa 01_vel für Velbert. Läuft auf Eurem Router schon Freifunk, nehmt das Image aus sysupgrade, startet den Router im Einrichtungsmodus und spielt es unter „Firmware aktualisieren“ ein. Behaltet die Einstellungen dabei bei.

Oder per SSH

Wer per SSH auf einen Router mit der aktuellen Version 2023.2.6 kommt, kann erst nachsehen, ob der Router die Testversion findet, ohne etwas zu ändern:

D=$(jsonfilter -i /lib/gluon/site.json -e '@.site_code' | sed 's/^nef-//'); autoupdater -n -f -b broken "http://firmware.ffnef.de/firmware/testing/$D/sysupgrade"

Passt alles, holt dieselbe Zeile ohne -n die Testversion und spielt sie ein:

D=$(jsonfilter -i /lib/gluon/site.json -e '@.site_code' | sed 's/^nef-//'); autoupdater -f -b broken "http://firmware.ffnef.de/firmware/testing/$D/sysupgrade"

Die SSH-Verbindung bricht ab, sobald das Update startet. Das ist normal, der Router ist danach ein paar Minuten weg. Dauerhaft eingestellt wird dabei nichts, das Auto-Update bleibt, wie es war.

Terminal nach der SSH-Anmeldung an einem Freifunk-Router mit Gluon 2025.1. Eine kompakte Übersicht zeigt zeilenweise Knotenname, Modell D-Link M60 A1, Domain 21, Firmware 26100702bro auf Basis OpenWrt 24.10, Laufzeit und Last, freien RAM und Flash, Temperatur, Update-Zweig stable, den WAN-Anschluss, die Rollen der LAN-Anschlüsse, die VPN-Verbindung zum Supernode kallisto, das Gateway, die Zahl der Clients, die SSIDs und eine Tabelle der Funkmodule mit Kanal, Breite, Sendeleistung und Nachbarn. Kontakt, Position und die IPv6-Adresse des Anschlusses sind geschwärzt.
Nach der Anmeldung per SSH zeigt der Router gleich eine Übersicht

Was (noch) nicht geht

Router mit 4 MB Flash und 32 MB Arbeitsspeicher bekommen 2025.1 nicht. Der Ubiquiti EdgeRouter X muss noch etwas warten: Wenn die fertige Fassung von 2025.1 erschienen ist, holen wir ihn per Auto-Update über eine eigens gebaute Zwischenfirmware nach.

Rückmeldungen

Genau darum geht es bei einer Testversion: Schreibt uns, was läuft und was nicht, am besten mit Routermodell und dem Namen des Knotens.